Mantra:Mantel 1

Schnecken:Mantra

„ein Mantra umhüllt die Seele wie ein Mantel“

Wundersamerweise schenkt mir das Leben immer wieder

Erkenntnis:Blitze & Durch:Blicke.

Im Tages:Kuddel:Muddel haben sie so wenig Haftung wie Blicke und Blitze.

Ich halte sie mir fest, stecke meine eigene Klugkeit in Mantra:Mäntel

hülle Herz und Gedanken darin ein,

wenn der Wind mal wieder eisig übern Berg bläßt.

Die kleine Serie „meine künstlerische Pflicht“ hat mir gut getan, in der Großzügigkeit alltäglicher Kunst wurde alles Museale zu Staub. Ich hoffe, daß das beruhigende Ritual einer „Serie“ weitergeht mit meiner Idee, mir Mantra-Mäntelchen zu schneidern.

artistic duty – Abschluss.

Zwei Wochen bin ich meiner künstlerischen Pflicht gefolgt.

Kunst:Werk und Lebens:Kunst sind enge Verwandte

Kunst:Verständnis ist eine großzügige Weite im Blick.

Die Kunst ist ein Mosaik von Tätigkeiten:

  • malen, schreiben, dichten und dekorieren
  • die Kunst, sich zu erinnen und Erinnerungen zu pflegen
  • die Kunst, ein sinnniges, gutes Leben zu führen
  • die Formen- und Farbkunst der Natur wahrzunehmen
  • die Kunst, etwas Schönes zu SEHEN und innezuhalten
  • die Kunst, „selber Schönes“ in die Welt zu geben.

Ich bin verliebt in meine künstlerische Pflicht, my artistic duty.

himmel:farb:ton

In einem Museum im fernen französischen Hinterland gab es eine Ausstellung. Orte und Namen sind mir längst entfallen. Eine Kunst:Arbeit rührte jedoch tief. Ein Maler malt den Himmel. Tag und Tag. Auf Schieferplatten, die im verfallenen Nachbarhaus zur Genüge herum liegen. Steht man vor den „Farben des Himmels“ ist der erste Eindruck: „wie unrealistisch ist das denn!“

Indem man verweilt, sich Tafel um Tafel zu Gemüte führt, beginnen sich Erinnerungsbilder zu formen. Ja, ein kalter Herbstabend kann rosa sein, der Sommerhimmel an meinem Geburtstag ist vom knalligsten Blau, das die Welt kennt.

Mich rührt die Idee. Mich rührt das Material. Mich rührt das „tagumtag“. Mich rührt es, in den Himmel zu schauen und seine Farbigkeiten zu ergründen und festzuhalten. Mich rührt heute am meisten, dass der Himmel immer da ist.

vom weg:sein

Weidenkätzchen am Nachmittag

dreit tage abtauchen in eine fremde stadt,

eine fremde sprache, ein fremdes land.

in der fremde wird mir mein fremdsein weniger auffallen,

weil alles fremd ist, nicht nur ich.

vertraut machen mit dem fremden, mich beheimaten auf zeit.

ohne stift und papier, ohne digitale zeichen:setzungen

dafür architektur, kunst, essen und trinken, gespräche und müde füße.

freue mich auf das kleine weg:sein und drei tage still:sein