33: Spaß an der Arbeit haben

Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE, Kapitel 33

Am Sonntag habe ich meiner Schwester noch so schön erklärt, dass es für ihre Freude sei, wenn sie staubsaugt und die Betten neu bezieht. Es sei keine von ihr getrennte blöde Hausarbeit, sondern ein Teil ihres Lebens, der ihr dient. Sie findet das bedingt amüsant und murrt weiter.

Heute lese ich in Kapitel 33 bei Herrn Masuno, dass es unserer Lebensfreude mehr als zuträglich ist, jede Tätigkeit, besonders die monotonen, auch als etwas Einzigartiges zu fühlen. Alles, was ich mit meinem ganzen Sein tue, spiegelt sich auf meine Seele und meine Zufriedenheit zurück.

Die verflixte Pandemie hilft dabei: es gibt keine großen Ablenkungen, keine großen Vergnügungen, keine wohlgefüllten Abende mit geliebten Hobbys. Es gibt dafür das Zurückgeworfensein auf sich selber. Ich nehme den heutigen Gedanken in mich auf und werde bewusst noch respektvoller mit den so genannten einfachen Tätigkeiten umgehen. Das ergibt in Summe ein kleines Gefühl der Sinnhaftigkeit.

Pandemie: kleine Geschenke erhalten die Gemeinschaft

Befülle den öffentlichen Bücherschrank in meinem Viertel mit kleinen Geschenken. Dinge, die ich bei mir zuhause als nicht mehr notwendig erachte, die aber schön und nützlich für einen anderen Menschen sind. Stelle mir dabei vor, wie jemand sich ein solches Geschenk nimmt und FREUDE empfindet. Als hätte jemand an ihn gedacht und mit Fürsorglichkeit bewegt. Es ist eine Zeit für gute Zeichen, da wir uns nicht mehr in die Arme nehmen können.