Pandemie: französisch-deutsche Freundschaft

Mein Leben an der Grenze zu Frankreich ist eine Bereicherung für mich. Freundschaften, Ausflüge, Einkäufe gehörten zum selbstverständlichen Alltag. Und vorneweg Restaurant:Besuche!🍽🍷🥖

Das alles ist seit Wochen nicht möglich. Kleine Grenz:Querelen werden zu nationaler Bedeutung hochgekocht. Familien sind getrennt. Ein französischer Freund an Corona gestorben.

Das belastet mich.

Heute schreibe ich an meinen französischen Lieblingsgasthof einen Brief. Erzähle von Sehnsucht, Treue und der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen. 🍽🍷🥖

himmel:farb:ton

In einem Museum im fernen französischen Hinterland gab es eine Ausstellung. Orte und Namen sind mir längst entfallen. Eine Kunst:Arbeit rührte jedoch tief. Ein Maler malt den Himmel. Tag und Tag. Auf Schieferplatten, die im verfallenen Nachbarhaus zur Genüge herum liegen. Steht man vor den „Farben des Himmels“ ist der erste Eindruck: „wie unrealistisch ist das denn!“

Indem man verweilt, sich Tafel um Tafel zu Gemüte führt, beginnen sich Erinnerungsbilder zu formen. Ja, ein kalter Herbstabend kann rosa sein, der Sommerhimmel an meinem Geburtstag ist vom knalligsten Blau, das die Welt kennt.

Mich rührt die Idee. Mich rührt das Material. Mich rührt das „tagumtag“. Mich rührt es, in den Himmel zu schauen und seine Farbigkeiten zu ergründen und festzuhalten. Mich rührt heute am meisten, dass der Himmel immer da ist.