Haushalts:ZEN 27- Regale

mir zuviel!

Internationale Austauschbarkeit der Discounter-Regale, zu unserer vereinfachten Orientierung in der (Discounter)-Welt. Wie von einem Blindenhund geleitet finde ich Butter, Bananen und Bohnen! Das hat seine Annehmlichkeiten aus Verläßlichkeit und als Sahnehäubchen gibt es jede Woche „eine neue Welt“, Garten, Haushalt, Schulanfang oder Freizeit. Perfekter mentaler Zuschnitt.

Als Haushalts:ZEN:lerin befinde ich mich im passiven, gewaltfreien Widerstand. Nein, keinen Café, nein, kein „frisches“ Brot, nein, kein Putensteak. Angestrengt gegen den Strom schwimmend, konzentriere ich mich auf die Produkte, die ich gerne hätte! Ermattet lande ich bei BIO-Tomaten und Toilettenpapier.

Klar, es schallt die Antwort: „Dann geh´doch nicht mehr dorthin! Mach´dir das Leben leichter!“ Die Discounter sind diejenigen, die es zur Marketing:Perfektion ausgebaut haben. In jedem anderen Laden schreien mich die Produktversprechen genauso an, vielleicht melodiöser und langsamer.

Es ist anstrengend gegen den Regal-Strom zu schwimmen, inmitten der Verlockungen mein Mantra „brauche ich nicht“ zu murmeln. Gegen die Besitzstands:Freude, wenn der Einkaufs:Wagen wohl gefüllt ist und ich mit einem zufriedenen Seufzer den Laden verlasse.

Meine Ambivalenz verhindert den ungezwungenen Spaß. Bedrucke mir einen Beutel mit “ ich shoppe nicht, also bin ich!“ und gehe wagemutig gegen den vorgeschriebenen Strom durch die Läden.