ich ich ich

Könnte es helfen, das ICH zwar wichtig zu nehmen, es gleichzeitig nicht zur Zentrale des Seins zu machen? Im ICH sind die Gedanken, die Erinnerungen, die Tagespläne, die Narben und Lebensziele. Im ICH bin ich beschäftigt mit täglicher Schadensbegrenzung, alles ist ausgerichtet auf: „zu erledigen!“ „heute wichtig“, „wartet schon ewig!“, „unbedingt einkaufen“, „warum wird das nicht besser?“, „wenn ich…dann…“ usw.
Im weniger wichtigen „zwar-auch-ich“ könnte es doch so sein, dass ich aus dem Moment heraus handele. Es könnte doch so sein, dass ich sanften Impulsen folge. Es könnte doch so sein, dass ich tausend Mal in Ruhe (durch-)atme am Tag.

Ich habe mich zu entscheiden über das Verhältnis von ICH und dem „zwar auch ich, aber viel kleiner-ich“. Folge ich dem großen ICH kann ich nicht gesund werden. So einfach ist das. Und so schwer. Es ist eine Wahl zu treffen über mein weiteres Leben. Diese Wahl beginnt in diesem Augenblick. Und in jedem weiteren Augenblick.

Vom Verlust

Wosinddieverlorengegangenen Tagewiederzufinden?

AufdemPlanetenderverlorenenTagetreffeichniemandenan.


Alles & alle

können verlustig gehen.

Autoschlüssel & Lebenssinn

Gesundheit & Zukunft

Freundschaft & Arbeitsplatz.

Töricht-menschlich zu glauben,

es gäbe einen Schutz vor Verlust

oder man wäre für den Verlust nicht erreichbar

Den letzten Verlust reißt für jeden der Tod.

Im Abhandenkommen fällt

ehemaliger Besitz

aus den Händen zu Boden.

Blank und verletzbar bis auf die Knochen.

Das „ohne…“ übernimmt das Sagen.

Nach dem Verlust

Es reicht zu atmen.

Es reicht zuzuhören.

Es reicht auszusprechen.

Es reicht auf Schönes zu sehen.

Es reicht den Wind zu fühlen.

Nach dem Verlust reicht es (noch) am Leben zu sein.

Der Ausweg

 Im Verlust versteckt sich LUST.

Die Lust beherbergt den Weg.

Zum Weitermachen, für einen Neuanfang,

zum Suchen und Aufräumen.

Zum Weiterleben. Zum guten Leben.

Zum Verzeihen und zum Friedenschließen.