vom weniger

Der alte Metzgerei-Spruch: „Darf´s ein bißchen mehr sein?“ gilt mir heutzutage weniger.

bummelnd durch ein französisches Dorf

Inmitten von Konsumdruck, Ernährung als Religionsersatz, technologischen Quantensprüngen, Zukunftsunsicherheiten und Freizeitstress erschöpfte „Ich´s“.

Darf´s ein bißchen weniger sein?

Weniger to-do und to-be Listen?

Weniger Kontakte, Messages und „ich googel das mal schnell!“?

Weniger Ansprüche, sowohl von innen und außen?

Weniger essen und trinken und konsumieren, nur bis dahin, wieviel man braucht?

Was ist das Gegenteil von viel/zu viel?

Meine Antwort ist heute: …sein

“ Sein“ lassen, durchaus im Sinne von Erich Fromm.

Mehr Dasein, Sosein und Zusammensein

Trilogie zu Schuld


  1. Akt

Schuld ist kein Gefühl.

Es ist ein rückwärts gerichtetes Denken.

Die Gefühle dazu tragen andere Namen: Scham, Angst oder Traurigkeit.

Der Weg in die Freiheit ist, den Unterschied zu erspüren und eine Wahl zu treffen.

Entweder die nach Strafe+Sühne lechzenden rückwärts gerichteten Schuldgefühle oder für die eigene Verantwortung inklusive der Konsequenzen und einem furchtfreien Blick nach Vorne.

2. Akt

Lebenskunst entsteht, wenn es nicht um SchuldGEfühleGEdanken geht sondern um verANTWORTung,

wenn die nach ANTWORT sehnende Frage lautet: wie verwandele ich erlebtes Leiden und die innewohnenden Gefühle in etwas Klares & Starkes für mich?

Unrecht und Leid kann mir jederzeit zugefügt werden, ist nicht verhinderbar, nicht löschbar, nicht ignorierbar.

Die Wahl:Freiheit

entsteht in der ruhigen Fragestellung:

was ist mein Anteil?

Was tue ich, damit es besser wird?

Statt stumm-gekränkter Schuldigkeit schicke ich einen munteren Satz los:

„Dafür übernehme ich die Verantwortung“.

Tue ich das nicht, übergebe ich den anderen „meine schöne ICH-Insel“ und schwäche mich

3. Akt

In meinen Gedanken liegt die Freiheit in eine eigene verANTWORTung hineinzuwachsen.

Epilog

Keine Schuld mehr! Neue Fragestellungen! Sichere verANTWORTung!