15: die Wohnung einfach und ordentlich gestalten

Kapitel 15, Shunmyo Masuno ZEN YOUR LIFE

In den wechelseiteigen Abhängigkeiten von Körper und Geist, können Gedanken, Ernährungsweise und Gefühle zur Ruhe und Klarheit führen.

Das gilt auch für die Räume, in denen wir leben. Einfachheit ist hier gleichbedeutend, sich von allem Überflüssigen zu trennen. Das, was übrigbleibt, darum kümmere ich mich gut.

Das ist ein großer Unterschied zu Ärmlichkeit, d.h. nicht der Einkaufswert der Dinge zählt, sondern meine persönliche Verbindung zu ihnen. Einfachheit wird nicht über die Anzahl der Gegensände errechnet. Ich verstehe das immer besser. Es ist nicht der äußere Minimalismus, eine Internet-Challenge, jeden Tag 3 Dinge wegzugeben.

Welche Dinge brauche ich, welche Dinge tun mir gut, zu welchen Dingen habe ich eine innige Beziehung? Einfachheit bedeutet, mit einer liebevollen Essenz zu leben und für die Dinge, die in meiner Verantwortung liegen, Sorge zu tragen.

Das ist ja nur der erste Kreis von vielen. Diese Klarheit übertrage ich auf Konsum, auf Politik, auf Natur usw.

Es ist nur der erste Kreis von vielen weiteren. Werfe ich einen Stein in den See, bleibt kein Kreis je alleine und unverbunden.

Herbst:Schreibereien

Dieses Jahr werden wir alle zur Ruhe „gezwungen“. Das Leben außerhalb der eigenen vier Wände hat sich völlig verändert. Mit dem Beginn des Herbstes, der Nebel, Regen und Wind mitgebracht hat, ist es nicht mehr so gemütlich draußen zu sein.

Tja, und was ist nun drinnen möglich? Ohne Theater-Abo, große Abendessen und Sport? Geht alles irgendwie, doch lebendige Freude sieht anders aus.

Mir ist das Buch von Shunmyo Masuno „ZEN YOUR LIFE“ in meinem Bücherregal aufgefallen. Beim ersten Schmöckern ist er da, der unbändige Drang, das Buch zu lesen. Tag um Tag. Und meine Gedanken bei WordPress zu teilen. Es kann sicherlich auch andere inspirieren, sich in der herbstlichen Ruhe zurechtzufinden.

100 Gedanken zu teilen heißt mein Projekt. 100 Schritte, die das Leben ein wenig leichter machen können. Ich weiß nicht, wohin diese Denk:Reise führt, doch sie ist mir ein roter Faden in die zunehmende Verkürzung der Tage.